Nachschlagewerk
Jagdsprache-Lexikon
Die Waidmannssprache verständlich erklärt — 247 Begriffe von Lauscher bis Bruch, prüfungsnah für die Jagdprüfung im Aargau.
B
- BacheWildkundeDas weibliche Schwarzwild.
- BalgAnatomieDas Fell von Haarraubwild und Hasen, etwa Fuchs, Dachs oder Feldhase.
- BastAnatomieDie samtartige, stark durchblutete Haut, die das heranwachsende Geweih während der Wachstumsphase schützt und nährt.
- BaujagdJagdpraxisDie Bejagung von im Erdboden lebenden Wildtieren wie Fuchs oder Dachs mithilfe von kleinen, wendigen Erdhunden.
- BehangHundewesenDie Ohren des Jagdhundes, insbesondere wenn es sich um hängende Ohren handelt.
- BeihirschWildkundeEin meist jüngerer oder schwächerer Hirsch, der sich am Rande eines Brunftrudels aufhält.
- BeizjagdJagdpraxisDie traditionelle Jagd auf Niederwild unter dem Einsatz von ausgebildeten Greifvögeln.
- BeschlagenWildkundeDer jagdliche Fachausdruck für den Paarungsakt beim Schalenwild, wie beispielsweise beim Rehwild.
- BettWildkundeDie Stelle am Boden, an der das Wild liegt, um zu ruhen oder zu schlafen.
- BlattAnatomieDer Schulterbereich des Wilds — zugleich die wichtigste Trefferzone (Blattschuss).
- BlattenJagdpraxisDas gezielte Nachahmen von Lautäusserungen des Rehwilds während der Paarungszeit, um den Rehbock anzulocken.
- BlattjagdJagdpraxisEine spezielle Form der Lockjagd während der Rehbrunft, bei der die Paarungsrufe der Geiss imitiert werden, um den Rehbock anzulocken.
- BlattschussJagdpraxisEin optimaler Treffer in die Kammer (Brustkorb) des Wildes, der Herz und Lunge zerstört und zum schnellen Tod führt.
- BlattzeitWildkundeDie Paarungszeit (Brunft) des Rehwilds im Hochsommer (Juli/August).
- BlumeAnatomieDer kurze Schwanz des Rehs (und des Hasen).
- BockWildkundeDas männliche Reh (Rehbock).
- BrackierenHundewesenDie traditionelle Jagd mit spurlauten Hunden, welche die Fährte von Hasen oder Füchsen lautgebend verfolgen, sodass das Wild im Kreis vor die Schützen läuft.
- BruchBrauchtumEin abgebrochener Zweig, der in der Jägersprache als Zeichen dient — etwa als letzter Bissen, Beute- oder Schützenbruch.
- BruchgerechtBrauchtumBezeichnung für die fünf traditionellen Baumarten Eiche, Fichte, Erle, Kiefer und Tanne, die für jagdliche Brüche verwendet werden dürfen.
- BruchzeichenBrauchtumEin abgebrochener Zweig einer bestimmten Baumart, der Jägern zur lautlosen Verständigung im Revier oder für traditionelle Bräuche dient.
- BrunftWildkundeDie Paarungszeit des Rot-, Dam- und Gämswilds (Herbst).
- BrunftfeigenAnatomieHautdrüsen hinter den Hörnern des Gamsbocks, die besonders während der Paarungszeit ein stark duftendes Sekret zur Reviermarkierung absondern.
- BrunftkugelnAnatomieDie Hoden des männlichen Schalenwilds.
- BuschierenHundewesenDas systematische Absuchen von deckungsreichem Gelände durch einen kurz jagenden Hund in unmittelbarer Nähe des Jägers.